Buchbesprechungen von Orith Tempelman in den
Sendungen Kirche Aktuell auf Radio Berner Oberland


02.03.04
Maren Hoffmann: Die heilende Kraft der Liebe

Im Argo-Verlag isch es Buech usecho mit em Titu: Die heilende Kraft der Liebe. D Outorin, Dr. Maren Hoffmann, schribt über e Geischtheiler, wo im Blickpunkt vo der Wüsseschaft schteit u o i de Medie scho sehr viu ds Rede u ds Schrybe het ggäh – der Christos Drossinakis. I viune Experimänt het är chönne bewyse, dass är – wiener seit, mit Gottes Chraft, mit der Chraft vo der Liebi, cha häufe.

Sogar Färnheiligsexperimänt zwüsche Kyoto u Stuttgart, zwüsche Belgrad u St. Petersburg si wüsseschaftlech kontrolliert u nach naturwüsseschaftleche Kriterie ufzeichnet worde. Professore us aune Länder vo der Wäut hei das Phänomen prüeft, gmässe u auts Wüsse beschtätigt: Geischtigs Heile isch müglech.

Di fasch tägleche Behandlige wo Dr. Maren Hoffmann beschribt, häufe viune sogenannt ustherapierte Mönsche, das heisst Mönsche, wo vo der Schuelmedizin scho sy ufggäh worde. Der Christos Drossinakis schteit steuverträtend für vieli Heiler uf der ganze Wäut. Är isch aber vermuetlech dä, wo sech wäutwyt de meischten Experimänt het unterzoge.

Im Buech si di Experimänt usfüehrlech beschribe. Vilich wärdet o dir feschtschteue, dass di heilendi Chraft vo der Liebi o öies Läbe cha verändere u zum Bessere füehre – u das ersch no wüsseschaftlech bewise.

Das Buech Die Heilende Kraft der Liebe vo der Dr. Maren Hoffmann isch im Argo Verlag usecho.

 

16.12.03
Wasser – Augenblicke – Gedankenspiele, vom Reinhold Kistenich

Mir hei hür unter anderem ds UNO-Jahr vom Wasser gfiiret, u vilich erinneret iehr öich: Im Rahme vo de Chiuchesändige uf Radio Bärner Oberland hei mir one Sändig über ds Wasser gmacht. Jitz isch im Elemente Verlag es wunderschöns Photobuech über ds Wasser usecho, mit em Titu Wasser – Augenblicke – Gedankenspiele. Der Outor isch der Fotograf Reinhold Kistenich. 

Es si sicher scho tuusedi vo Büecher zum Thema Wasser veröffetlecht worde, aber di meischte wärde nume einisch flüchtig düregläse u verstoube nächär im Büecherregau. Das Buech, woni nech hüt vorsteue, wird aber Bestand ha.

Näbe wunderschöne, zum Teil grossformatige Biuder, wo eim verdütleche, dass Wasser meh z biete het aus dass me normalerwys aanimmt gits im Buech o Gedicht wo zum Nachedänke aarege.

Der Outor zeigt üs en anderi Wäut, Mir si ja hüffig plagt vo grosse u chlyne Sorge vom Autag u hüüffig nümm bereit, d Schönheit vo der Natur z erchenne. Mit üsem wärtvouschte Guet göh mir sorglos um. Der Reinhold Kistenich möchti mit sim Buech Fröid schänke u üs sini Gedanke i Form vo Gedicht mitteile. Är möcht vor auem o sini Wärtschetzig vom Elemänt Wasser zum Usdruck bringe.

Är schribt, är möchti mit däm Buech de Mönsche es paar vo ihrne verlorene Hoffnige zrügg-gäh. Der Reingwinn vom Buech u Spände vo der Läserschaft tüeg är zum Säie vomene Same bruuche. E Same, wo houptsächlech ds Brasilie viusytigi Hiuf söu bringe, wi d Schaffig vo sinnvoue Langzytarbeitsplätz, d Förderig vo Projekt zur Erhautig vo suberem Wasser oder der Aachouf vo verschidene Saatgüeter. D Hiuf söu nume dert zum Iisatz cho, wo si wyteri Frücht würd trage, wo me de widerum chönnt säie.

Jede Same brucht Wasser zum Keime. D Spände us der Läserschaft söue das Wasser sy wo söu erloube, dass di Same schnäu tüege wachse u sech wyter verbreite. Es sig der Wunsch vom Outor u sine Häufer, e Hüüffe Samechörner ds gseh, wo keimet heige. Der Reinhold Kistenich schribt o – i zitiere usem Buech: Uns Menschen allein ist es gegeben zu säen und zu ernten. Säen wir Frieden und Leben, so werden wir Frieden und ein schöneres Leben ernten. Zum Wohle unserer Menschheit, lasst uns gemeinsam lernen und handeln.

Ds Buech Wasser – Augenblicke – Gedankenspiele, vom Reinhold Kistenich, isch grossformatig, d.h. dütlech grösser aus es A4-Blatt. Es het 164 Syte u choschtet in Dütschland 30 Euro. I der Schwyz wahrschynlech öppe ds Dopplete. Usecho isch es im Elemente Verlag.

 

02.12.03
Clemens Kuby: Unterwegs in die nächste Dimension - Meine Reise zu Heilern und Schamanen

Ds Buech, woni nech hie vorschteue, heisst Unterwegs in die nächste Dimension, u het no der Untertitu Meine Reise zu Heilern und Schamanen. Gschribe hets der Clemens Kuby. Es basiert uf em glychnamige Dokumentarfium vom Clemens Kuby, wo letschts Jahr im Kino glüffen isch.

Für si Fium isch der Clemens Kuby mängs Jahr i di unterschiedlechschte Kulture rund um d Wäut greist un het Phänomen vom Heile, wo üs normalerwys nid bekannt sy oder ömu versteckt blibe. Der Fium u ds Buech näh üs mit uf di Reis u löh üs hinder d Kulisse luege. Si öffne Türe zur Säubschtheilig u ermuetige d Zueschouer u d Läser, o ungwaneti Wäg z beschritte.

Der Clemens Kuby het sini Reis scho vor über 20 Jahre bi sich säuber aagfange, wone e Querschnittlähmig zwunge het, sis Läbe grundwätzlech nöi u anders z betrachte. Dür sis nöie Bewusstsy u sis nöie Dänke isch e Säubschtheilig z schtand cho, wo für d Medizin hüt no es Rätsu isch. Dank sire eigete dramatischen Erfahrig u i der Begägnig mit unzählige Heiler u Schamane het der Clemens Kuby e tiefen Yblick i ds Wäse vo der Heilig gwunne – e Heilig, wo im Innere vo jedem Mönsch ligt u wo zum Bischpiu o dür e Gloube u dür ds Gebät cha aakurblet wärde.

D Gedanke vom Clemens Kuby provoziere u inschpiriere glychztig. Si bringe üs a d Gränze vo üsem abedländische Wäutbild u schaffe Durchbrüch zu nöie Horizonte, wo tief berüehre u lang nachewirke.

Ds Buech Unterwegs in die nächste Dimension isch jitz grad useho, im Kösel Verlag. Es het 339 Syte, isch bbunde u choschtet 34 Fr 70. Es schöns Wienachtsgschänk.

 

18.11.03
Alfred J. Kolatch: Jüdische Welt verstehen, 600 Fragen und Antworten

Hüt möchti nech es Sachbuech vorschteue. Es heisst Jüdische Welt verstehen, 600 Fragen und Antworten. Gschribe hets der Rabbiner Alfred J. Kolatch.

Warum wird e jüdische Bueb beschnitte? Warum isch es nid nötig, Fisch koscher z mache? Warum dörfe nume Froue d Schabbatcherze aazünde? Das Buech beantwortet die, u no rund 600 angeri Frage. Es geit hie aber nid um z Moralisiere oder um z bewärte, was richtig u fautsch, guet oder bös isch. Es geit würklech nume um ds Beantworte vo Frage zu de jüdische Brüüch, Vorschrifte u Zeremonie, wo ds jüdische Läbe bestimme. Im Louf vo de Jahre si natürlech viu Büecher erschine, wo ds Judetum beschribe. Bis jitz hani aber kes kennt, wo eifachi Frage genau eso eifach, aber o spannend, beantwortet. Der Rabbi Kolatch erklärt o wohär bestimmti Brüüch stamme u uf welem Wäg si zumene Teil vom jüdische Läbe worde si.

We me das “Warum” wott verschtah isch es wichtig z wüsse, dass di biblische Gsetz zwar ds wäsetleche Elemänt, der Chärn vo der jüdische Tradition sy, aber nid sini einzigi Quelle. Ds jüdische Gsetz isch nie statisch gsy, es het sech loufend veränderet u isch mit jeder Generation gwachse. Di Gsetz heisse nid zuefäuig Halacha, was Loufe bedütet. U schliesslech muess me o wüsse, dass ds Judetum meh aus e Religion isch – es isch e Läbeswys.

Der Rabbi Kolatch seit, es grosses Aalige vo sim Buech sigs, Jude u Goyim, auso Nicht-Jude, aazspräche u beidi Syte ufzmuntere, d Frömdheit z überwinde, Brügge ufzboue u Verschtändis für enand z wecke.

Der Aufred Kolatch isch nümm der jüngscht. Aer het Jahrgang 1916. Nach em Abschluss vo sim Studium isch är no während em 2. Wäutchrieg 1942 bis 1948 i den USA aus Rabbiner tätig gsy. Nächär het er e Buechverlag gründet, woner hüt no leitet. Aer het säuber meh aus es Dotze Büecher gschribe, wo sech vorwiegend mit Themene us em jüdische Läbe befasse.

Ds Buech Jüdische Welt verstehen isch im Verlag Fourier in Wiesbade erschine, het cirka 375 Syte u choschtet rund 30 Franke. Es isch auerdings im schwyzer Buechhandu nid erhäutlech. Wes öpper vo öich gärn möcht choufe chanis aber bsorge. Schicket doch eifach e Poschtcharte a d Chiuchesändige im Radio Bärner Oberland.

 

21.10.03
Katka Räber-Schneider: Infusion gegen die Traurigkeit

Infusion gegen die Traurigkeit,  eso heisst es Buech vo der Katka Räber-Schneider, wo im Wescht-Schwyzer Verlag Devas usecho isch. Das Buech isch e dichte Versuech, mit Hiuf vo Gschichte der Schmärz vomene Verluscht i Woert z chleide, i Sprach z banne Statt sprach z wärde inere Gränzsituation glingts der Katka Räber- di ufgwüelte Gedanke i unterschiedlechi Farbe u Forme um z wandle. E ganze Prozäss vo Truurigkeit, Truur u truure wird iigfange u dokumentiert. Chronologisch isch hie der Ablouf vomene Abschied abläsbar, aber nid i truriger Form, wo eim abe zieht, sondern überraschend spielerisch, läbhaft, läbesnah, outhentisch. Es si 125 Gedicht, wo d Verletzig vonere Fründin vo der Outorin dokumentiere. si het en Outounfau gha u isch schwär verletzt worde. Die Verletzige hei nach 100 Täg zum Tod vo dere Frou gfüehrt. Es si 125 Gedicht, wo d Truur vo der Outorin yföh i dere Zyt, wo si hiuflos usserhaub vom Spitau uf d Gsundig vo der Fründin het gwartet u uf enes Wunder ghofft het. Es si 125 Gedicht, wo Zügnis ablege vonere tiefe, grosse, wyte, ryche, fröhleche u farbige Fründschaft abgäh. Es si Gedicht, wo der Truur es Gsicht, e Körper, e Form gäh u se da derdür materialisiere, ihre e Rhythmus une Stimm verleihe, ihre e Müglechkeit vo der Entfautig u da dermit o der Verwandlig gewähre.

Es si 125 Gedicht, wo erinnere u wo häufe, sich z erinnere. O d Läser chöi di einzelne Statione vomene müglechen Abschied nach vouzieh. Inere ähnleche Situation wärde si sech vilicht uf ähnlechi Art vomene gliebte Mönsch chönne verabschide. 125 Gedicht, wo häufe, z Schwäre z trage u ds Schwäre liechter z mache. 125 Gedicht, wo d Outorin nid nachträglech gschribe het, sondern parallel zum Gscheh, fasch täglech, wo si ghoffet het, Angscht het gha, sech Sorge gmacht het. Si het die Gedicht für ihri Fründin gschribe, um mit ihre gedanklech z kommuniziere. Dusse im Läbe het si für d Fründin d Ouge u d Ohre uftah i der Hoffnig, dass d Fründin, we si de wider gsund wär, der Aaschluss nid würd verpasse. D Outorin seit, di Gedichte sige wine Fingerabdruck vo ihrer Seeu, es gchüschelet Lächle für d Fründin.

Mit em Tod hets es Vorhär unes Nächär gäh. Der 2. Teil vo de Gschichte heig sech wi vo säuber gschribe, seit d Outorin. Si sig aube mit Värse im Chopf erwacht, u die Gedicht heige se langsam o gedanklech wider ids normale Läbe zrüggbracht. Di 125 Gedicht wärde zumenen Ort, wo me gäng wider cha bsueche u wo eim Rueh u nöe Muet u Inschpiration gäh.

Infusion gegen die Traurigkeit, vo der Katka Räber-Schneider, het rund 140 Site, isch im Verlag Devas erschine u choschtet 27 Franke.

 

14.10.03
Luise L. Hay: Das grosse Buch der heilenden Gedanken

I möcht nech hüt es Taschebuech vo der Luise L. Hay vorschteue mit em Titu Das grosse Buch der heilenden Gedanken. Es isch en Uflyschtig une Zämefassig vo aune mügleche Methode vo der Säubschtheilig. D Louise Hay isch di bekanntischti spirituelli Läbesberatere vo Amerika.

I ihrem Buech gits si ihrne Läserinne u Läser Antworte, wo Muet mache, zu Frage, wo mit de problematischen Aschpäkte vom modärne Läbe z tüe hei. Si git o hiufrychi Meditatione u Affirmatione für Läbeskrise wi Trennige, Truurfäu u Chrankheite, si vermittlet positivi Gedanke u Botschafte, wo eim ds ganze Jahr düre chöi unterstütze. Si seitm pärsönlechs Wachstum sig jederzyt müglech. Me chönn sech gäng derfür entscheide, glücklecher, gsünder u läbesbejahender z wärde.

Im erschte Teil vo ihrem Buech beantwortet si Frage zum Auter, zu Ehe u Partnerschaft, zu familiäre Beziehige, zu Fründschaft, Gsundheit, Karriere, Chindererziehig, Missbruuch u Gwaut, Sucht, Woustand. Im 2. Teil geits um Hoffnig gäh u Liebi finde, u im 3. Teil si liebevoui Gedanke ufglischtet für wachsende Woustand, oder für e perfekte Tag. Das tönt zum Bischpiu eso: Heute akzeptiere ich liebevoll meine eigenen Entscheidungen, denn ich weiss, dass ich immer die Freiheit habe, mich zu verändern.

D Outorin git o Literaturempfählige für aui die, wo no meh möchte mache, für geischtig u körperlech gsund z wärde oder gsund z blybe. Leider si d Adrässe vo Säubschthiufegruppe u Arbeitsgmeinschafte, wo si am Schluss no uflyschtet, nume für d Läserschaft us Dütschland nützlech.

Das Täschebuech het 399 Syte, isch im Heyne Verlag erschine u choschtet 20.50. Louise L. Hay, Das grosse Buch der heilenden Gedanken.

 

29.09.03
Gabriele Feyerer: Auf den Spuren der Angst

I schteue nech es Buech vor vo der Gabriele Feyerer wo heisst Auf den Spuren der Angst. Es treit no der Untertitu Panikattacken und Phobien natürlich behandeln.

Närvösi Härzbeschwärde, Schwinduaafäu, Panik vor autägleche Herusforderige – viu Mönsche lyde hüt amene unbestimmbare, amene diffuse Gfüel vo Angscht, wo me nume schwär cha diagnostiziere u fasch no schwärer cha heile. D Outorin informiert über konventionelli Behandligsmethode u vermittlet e breiti Uswau a natürleche Heilverfahre u Säubschthiuf-Therapie.

Intressant isch, was d Gabriele Feyerer über di meischten Ärzt u Therapeute schribt. Si meint, vor luter Bruefsehrgyz u professionellem Yfer tüege si d Liebi vergässe. Im Härze vo jedem Mönsch, wo seelisch erchrankt sig sitzi e tiefe Schmärz. Me täti auso guet dra, am Aafang vo jedere Therapie der Troscht, ds zuelose u ganz eifach d Mönschlechkeit u d Liebi z setze. Au das sig aber hüt leider nümme modern, numm “in”. Zimlech sicher sig das o der Grund, wiso dass es überhoupt söfu viu Angscht gäb.

D Outorin schribt, es sig gäng ihri Absicht gsy, für Betroffeni z schribe, wo meh möchte wüsse, aus dass me de Angstpatiäntinne u Patiänte normalerwys sägi. Derby heig si aber nid d Absicht, z belehre oder z urteile u z verurteile. Si tüeg o kener absolute Wahrheite verbreite – dervo gäbs ja sowiso scho gnueg. Mit däm Buech möcht si eim häufe, der ganz persönlech Wäg z finde, wo eim für ds Überwinde vor Angscht am beschte hiuft.

D Outorin het imene sehr umfangrychen Aahang zaurychi Adrässe in Dütschland, Österrych u ir Schwyz ufglischtet u git o mängs Buech aa, wo eim o no cha wyterhäufe..

D Gabriele Feyerer isch e promovierti Juristin u beschäftigt sech scho sit über 20 Jahre mit em Thema Angscht u sanfti Medizin. Si het o nes Buech über tibetischi Chrütermitu gschribe.Das Buech über Angst, Auf den Spuren der Angst, isch im Orlanda Verlag usecho u choschtet 28.30.

 

16.09.03
Jürgen Fliege: Ratgäber: Sanfte Medizin bei Fliege

I schteue nech hüt e Ratgäber vor, wo Sanfte Medizin bei Fliege heisst. Für die, wo nid Fernseh luege, isch das sicher e komische Titu. Di andere wüsse, dass der Jürgen Fliege der Fernsehpfarrer vom 1. dütsche Programm, vo ARD, isch. Sini riesigi Gmeind geit i d Millione. Viermau i der Wuche gseht me ne uf em Biudschirm – plus di zauryche Widerholige. Bsunders gschetzt wärde siner Gsundheitssändige. Nach einzelne Sändige überchunnt der Jürgen Fliege nid säute 70’000 Briefe u Aafrage. Was macht die Fernseh-Serie eso erfougrych?

Vili meine, es sig d Läbesberatig, wo si vermittli. Mängisch isch es ächti Läbeshiuf, we Patiänte, wo me scho het abgschribe gha, vo ihre wundersame Heilige brichte. Vo Heilige, wo si nid nume de spektakuläre u ufwändige Therapie verdanke, sondern o sogenannte sanfte Heilmethode, wi zum Bischpiu der Homöopathie, tibetische Chrüterpille, der Hildegard-Medizin, schamanische Heilmethode oder ganz eifach nume em Gebät. I sine Sändige betont der Jürgen Fliege aber, dass ds Bäte nid nume bedüti, der Vater im Himu, der Schöpfer vom universum eifach um enes paar Verbesserigsvorschleg vo sire eigete Gsundheit ds bitte. Der Fliege meint, me söus eher vi d Pflanze mache u aui Sinne uf Empfang schteue um ds begryfe, was ds unändleche läbe emene chlyne Mönsch mit z teile heig. Chrankheit sig gäng e Botschaft, u der körper sig der letzt sichtbar Ängu, wo die Botschaft tüeg überbringe.

Damit dass aui die faszinierende, nützeleche u hiufrychen Erfahrige, Tipps u Ratschleg nid i Vergässeheit grate isch das Buech entstande. Es isch es praktisches Nachschlagewärk über wichtigi Therapiemüglechkeite vo der auternative Heilkund, mit viune Adrässe u Buechhéwys. Bim glyche Verleger, Bio Ritter, isch o nos ds Buech Heiler bei Fliege usecho. O i däm si viu Fäu beschribe u viu Adrässen enthaute.

Me fragt der Fernsehpfarrer Fliege hüffig, warum är überhoupt Fernsehsändige machi u was das ihm u sine Zueschouerinne u Zueschouer bringi. Der Jürgen Fliege meint da derzhue, ihm persönlech heigs d Begägnig mit viune intressante Froue u Manne bracht. U zwöitens sig är gäng bsunders gforderet, wes e Begägnig zwüsche Medizin u Seeusorg, zwüsche Religion u Medizin gäb. Was isch e Religion wärt, wo der Körper u ds Lyde vo de Mönsche nümm ärnscht nimmt? fragt der Jürgen Fliege. Di chzrischtlechi Tradition gründi sech ja uf en Arzt us Nazareth, wo vo de Lüt sig um Hiuf bätte worde, wo vor lutter Eländ, Schmärz u Verzwylig fasch sige umcho. Was sig auso e Religion wärt, wo nume uf enes ewigs Später verwysi. U der Fernsehpfarrer meint: si sig nüt wärt. Aber one Medizin, wo nid gseht, dass jede Tag, jedes Lyde, jedi Begägnig e Botschaft enthautet, sigi nut oder nid viu wärt. Wele Arzt heigi scho Zyt, sech die einzelne Botschafte aazlose u se für siner Patiänte z düte?

Der Jürgen Fliege meint, o sine zwo Millione Zueschouer heige siner Sändige sicher öppis bracht. Är überchömi unzähligi Telefon u Briefe nume zum Merci säge. Das heig ne schliesslech derzue bracht, sis erschte Buech Sanfte Medizin bei Fliege z schribe, wo sofort esbescht verchoufte Titu worde sig. Är machi auso nid nume Unterhautigs-Fernseh. Är gsei sini Arbeit eher eso winen Art Bytrag zur persönleche Seeusorg.

Di Büecher zu de Sändige vom Fernsehpfarrer Jürgen Fliege si im Bio Ritter Verlag erschine u choschte 36 Franke z Stück.

 

19.08.03
Ursula Sieg: Feste der Religionen

Im Verlag Patmos isch es Wärkbuech für Schuele u Gmeinde usecho, gschribe vo der Ursula Sieg, mit em Titu Feste der Religionen.  D Outorin geit dervo us, dass d Fescht Brügge sy zu de Religione. Sigs Oschtere, Chanukka, Ramadan, Newroz, Vesakh oder Holi – über ihrer einzelne Fescht löh sech di verschidene Religione uf liecht verständlichi u zuegänglechi Art u Wys necher kenne lehre. Das Wärkbuech möcht im Rahme vo Schueu u Chiuchgmeinde, aber o politische Gmeinde zur Begägnig u zum Dialog ylade zwüsche de verschidene Religione, und es bietet da derzue umfangrychs Materiau. Konkreti Sachinformatione u Gschichte erschliesse d Bedütig vo de Fescht im Chrischtetum, Judetum, Islam, Buddhismus, Hinduismus u Alevitetum. D Outorin leit e bsundere Schwärpunkt uf Querverwys, wo intressanti Verbindige zwüsche de Fescht vo den unterschidleche Religione ufzeige. Ds Buech git o aaschoulichi Zuegäng zu de verschidene Zyträchnige vo de Religione.

Das Buech wändet sech a Aaaghörigi vo aune Religione wo möchte en anderi Religion besser lehre kenne. Jede cha sech Gedanke mache über d Ähnlechkeite u d Unterschied vo de eigete Fescht mit dene vor frömde Religion. Mir sötte ehrlech sy mit eigete u frömde Fescht. Auso nid nume das wahrnäh, was schön u faszinierend isch, sondern o das, wo widersinnig, unverständlech oder ärgerlech isch, beziehigswys für Angeri cha sy. I däm buech geits nid z letscht o um d Mönsche, wo d Fescht fiire. Fescht si meischtens e gueti Glägeheit für erschti Kontakte u Begägnige. D Kenntnis vo üs frömde Mönsche isch für ds Zämeläbe i der Nachbarschaft oder i der Schueu wichtig, we me wott Verletzige vermyde u Gmeinschafte pflege.

Ursula Sieg, Feste der Religionen, es Wärkbuech für Schuele u Gmeinde, erschine im patmos Verlag, choschtet 33.60 Fr.

 

 

 

29.03.03
Elisabeth Bond: Der schlafende Riese erwacht – Licht im Gehirn

I schteue nech hüt es Büechli vo der Bärnerin Elisabeth Bond vor. Es heisst: Der schlafende Riese erwacht – Licht im Gehirn. Das Büechli isch i der Buechreihe Dimensione im Lokwort Verlag erschine, aues spirituelli Schrifte vo der Heilerin Elisabeth Bond.

I däm Büechli geits um ds Dänke, um en Ursprung u um d Usrichtig vom Dänke. D Elisabeth Bond git Iisichte, wo wyt über chemischi u neurologischi Sichtwyse usegöh u wo mit der Entwicklig vom persönleche Bewusstsy verbunde si.

Dänke isch eifach, nid zwöifach, schribt d Elisabeth Bond. I dim Chopf het nume ei Gedanke Platz. Entweder isch är ufbouend oder är isch zerstörerisch. Entwäder isch är für ds Liecht oder gäge ds Liecht. Beides zäme geit nid.

Dür d Synthese vom Intellekt u vo der Intelligänz schwinge beidi Hirnheuftine synchron u der Mönsch läbt i sire goldige Mitti. Energie, Liecht, fliesst dür ds hirni i ganz Körper, fliesst i Autag, wo nümme trennt, sondern spirituell gläbt wird.

Der schlafend Ries, auso ds Grosshirni im Chopf, erwacht, wird aktiv u bringt üs i ds universelle Dänke. Das widerum ermüglecht e höchi Qualität vom Bewusstsy für aues, wo mer hie uf Ärde tüe. U das Büechli vo der Elisabeth Bond bringt em Läser, der Läserin, meh Klarheit über sys oder ihres rationale u intuitive Dänke.

Der Schlafende Riese erwacht – Licht im Gehirn, vo der Elisabeth Bond, isch im Lokwort Verlag z Bärn erschine, het 64 Syte u choschtet 12.80.

 

 

 

15.03.03

Geseko von Lüpke:
Die Alternative, Wege und Weltbild des Alternativen Nobelpreises

 

Ds Buech, woni hüt vorschteue, heisst Die Alternative, Wege und Weltbild des Alternativen Nobelpreises. Gschribe hets der Geseko von Lüpke. Ahand vom Auternative Nobelprys brichtet är über es Wäutbiud, wo us Synergie, Kooperation, uf Viufaut setzt u sech bewusst aus Gägemodäu zu globale Monopou versteit. Der Outor schteut die Mönsche vor, wo ihri Visione i konkreti Projäkt für e besseri Zuekunt hei umgsetzt.

Um was geits dene, wo der Auternativ Nobelprys hei übercho? Si hei sech d Frag gschteut, was chöi mer mache heesichtlech vom Tüfuskreis us mangelnder Biudig, Armuet u ökologischwe Zerstörig i der Dritte Wäut? Dä Tüfuskreis wird gäng wi bedrohlecher. Sogar di höch entwicklete Staate vo der westleche Wäut stöh gäng wi meh vor strukturelle Problem. Di öffetleche Finanze wärde plünderet, der Soziaustandard sinkt, ds Gsundheitssyschtem isch fasch nümm zaubar, d Schäri zwüsche Rych u Arm öffnet sech. Wäutwyt si kener Lösige in Sicht, wo di aktuelle Syschtem chöi erhaute. Unzfrideheit u fählendi Läbes-Perspektive präge ds Biud vo nere No-Future-Gseuschaft, wo mit Zynismus, Suchtverhaute u dramatisch stigendem Drogekonsum d Realität usbländet.

Aber es git Spure ine besseri Zuekunft, wo vom öffetleche Bewusstsy bishär nume wenig wahrgkno wärde. Sit über 20 Jahr arbeitet der Jakob von Uexküll u sini Right Livelihood Foundation draa, den interessantischte Zuekunftsprojekt i auer Wäut mit em Auternative Nobelprys Publizität z verschaffe.

Der Geseko von Lüpke, der Outor vom Buech, beschribt ds ökologische, kooperative Wäutbiud a der Basis vo dene auternative Initiative. Är definiert d Kärnproblem, vor dene mir hüt stöh – das i Bezug zur praktischen Arbeit vo den Initiative. Statt Resignation git grad die muetigi Konfrontation mit Fäuentwicklige dene Projekt ihri Läbändigkeit u optimistischi Stimmig. Trotz oder grad wäge de zuenähmende ökologische, ökonomische u soziale Problem wäutwyt cha eso öppis wi Luscht uf Zuekunft entstah. Der Outor beschribt o d Motiv u di innere Chraftqueue vonere Zilete vo Mönsche, wo der Auternativ Nobelprys hei übercho. Offeheit, persönlechi Visione u der Muet, da dra z schaffe, biude ds Potenziau, wo ne besseri Zuekunft gäng no chönnt müglech mache. 

Ds Buech Die Alternative isch mit 480 Syte zimlech umfangrych, aber sehr interessant. Es isch im Verlag Riemann usecho u choschtet 40.50.

 

 

 

04.03.03
Robert Preising: Die Welt der zwölf Propheten

Das isch es Kunschtbuech, wo vor emene haube Jahr im Eigeverlag vom Outor, z Züri, isch usecho. Es interessants Erschtbuech vom Jungoutor Robert Preising, wo mit sine Themene i d Tiefi vo der Mönschheit, i ihren Ursprung geit. Är behandlet der Sinn vom Mönsch-Sy u ds Ziel vo de Mönsche. Ds Buech befasst sech mit de Themene Nüt, auso “das Nichts”, Materie, Läbe, Intelligänz, Tröim, Geburt, Erziehig, Jung Sy, Erwachse sy, Liebi, Bildig, Wysheit – ds Läbesziel.Jedes Thema wird ohni viu Palaver diräkt uf e Punkt bracht.

Das Buech isch öppis, wo i üs wott läbe. Di 12 Prophete si glychzytig 12 Kapitu. Aber es sy kener Prophezeiige für d Zuekunft. Der Outor schribt vo der Gägewart.

Dür ds Löse vo däm Buech aktiviert me o teilwys sis Unterbewusstsy, aber me verlürt trotzdäm nid der Sinn für d Realität.

Ds Liecht isch Gott säuber u spiut e bedütendi Rolle i der Evolution vom Mönsch. Der Mönsch isch us Liecht, us Energie, entstande u cha ohni Liecht nid exischtiere. Ds Liecht füehrt ne dür sis Läbe bis zur Wysheit.

Ds Buech D Wäut vo de 12 Prophete isch prägnant gschribe u für jede Maa, jedi Frou, guet läsbar. Es fasziniert aber o optisch aus Kunschtbuech mit schöne Bilder. Der Tägschtinhaut passt usgezeichnet i di hütigi Zyt, wo d Mönsche sech wider uf ds Eifache, uf ds Grundsätzleche sötte zrügg bsinne. Ds Buecgh isch interessant u sehr persönlech ghaute, spricht jedi Läserin, jede Läser aa u cha vo ihre, vo ihm, für sich säuber adaptiert wärde. Das Buech cha diräkt bim Verlag bstellt wärde. Das isch der Verlag Logos “eew”, Töpferstrasse 26, 8045 Zürich, Telefon 01 463 84 84.

 

 

18.02.03

 

Sterben leicht gemacht,
es Buech vo der Salli Rasberry u der Carole Rae Watanabe
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Ds Buech, woni nech hüt möcht vorsteue, het e Titu, wo eim fasch e chly stutzig macht. Es heisst Sterben leicht gemacht. Mir isch es ömu eso ergange – i bi fasch erchlüpft u ha tänkt, vilich göngs i däm Buech um Wärbig für Stärbehiuf-organisatione wi zum Bischpiu Exit. I ha du dVerlegerin uf das aagsproche u si het mer versicheret, mit aktiver oder passiver Stärbehiuf i däm Sinn heig das Buech überhoupt nüt z tue. Der Originautitu vom Buech, wo zersch in Kalifornie erschinen isch, heisst The Art of Dying, auso d Kunscht vom Stärbe. Di beiden Outorinne, d Salli Rsberry und d Carole Rae Watanabe, wei eifach handfeschti u praktischi Ratschleg gäh, wi me ds ändgültige Abschiednäh cha gstaute. I üser hütige Zyt wird der Tod aus natürleche Zyklus vom Läbe u aus Übergang in en anderi Existänzform vo viune Mönsche verdrängt. Das Buech cha hie e grossi Hiuf sy, u zwar nid nume für dä, wo i ds Liecht geit, sondern o für die, wo zrügg blibe. Es behandlet Frage zur Regelig vom Nachlass, git Heewys für auternativi Bestattige, Tipps für d Gstautig vo Ritual bi Truurfiire u süsch no zaurychi Aaregige. The Art of Dying, d Kunscht, z stärbe, u d Kunscht, z läbe – beides sött me beherrsche.

Im Buech hets Ratschleg, wi me sech söu verhaute, we anderi truure. Es git nämlech viu, was me nid sött mache. Me sött zum Bischpiu nie öpperem säge, dass är oder si ke Chummer söu ha, oder dass der Chummer söu versteckt wärde. Me söu aber o nie säge, dass es no viu Aaläss zur Fröid wird gäh. Me söu sech aber o nid offe Gedanke drüber mache, was mit em Tote passiert, u ja nid dervo usgah, dass di Truurende di eigeti Überzügig über ds Unbekannte teile. Me sött o nid über e Wiue vo Gott rede, wiu dä im Momänt hüüffig unbegryflech isch. Me sött nid probiere, mit Wort z tröschte. En Umarmig isch viu besser. Me sött nid eso tue, aus würd me d Gfüeu vo däm, wo truuret, kenne. Me sött nid säge, dass d Truur nid ewig duuret u dass d Zyt d Wunde heilet. Me sött natürlech däm oder dere, wo truuret, nid säge, der Verluscht sig so schnäu wi müglech z ersetze. Säget bitte o nid: Säg mer, wenn i öppis für dee cha mache. Machet lieber konkreti Vorschleg.

Redet nid über Zuekunftsplän. Die, wo truure, chöi sech im Ougeblick nume um d Gägewart kümmere. U we dir vilich gar nid wüsset, was der chöit säge, tüet ja di Truurende nid miide. Dir bruuchet gar nüt z säge. Dür öi Aawäseheit tüet ihr scho Troscht spände.

Was dir söttet mache: schtöht der truurende Person zur Verfüegig u nämet aber Rücksicht uf ihres Bedürfnis nach em elei sy. Gät ihre, was si vo öich bruucht, u nid das, was öirer Meinig nach am beschten isch.

Das Buech isch im Gertrud Reichel Verlag isch usecho. Choschte tuets 33.50