Reformierte Kirchen Bern - Jura

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Sachbearbeiter: Beat Stähli

 

 

Datum: 14. März 2002

Communiqué

 

Protest gegen israelisches Militär

Der Synodalrat schreibt dem israelischen Botschafter

 

Der Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern – Jura ist bestürzt über das harte Vorgehen des israelischen Militärs. Beim Vormarsch in Bethlehem ist die von den Kirchgemeinden der Reformierten Kirchen Bern - Jura unterstützte Evangelisch-Lutherische Schule besetzt und zerstört worden.

 

In einem Brief an den israelischen Botschafter in der Schweiz protestiert der Synodalrat gegen das brutale Vorgehen der israelischen Armee gegenüber den Palästinensern. Mit grosser Bestürzung hat  der Rat davon Kenntnis genommen, dass das Militär das Areal der Evangelisch-Lutherischen Schule in Bethlehem besetzt und schwer beschädigt hat. Dem Bischof der Lutherischen Kirche, Munib Younan, und dem Pfarrer der Kirchgemeinde von Bethlehem, Mitri Raheb, ist der Zugang zur Schule verwehrt worden – ein Unterricht ist nicht mehr möglich.

Der Synodalrat verurteilt die Aktion umso mehr,  weil sich die Evangelisch-Lutherische Gemeinde in Bethlehem seit Jahren intensiv und gewaltfrei für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina engagiert. In all diesen Jahren ist sie von den Kirchgemeinden der Reformierten Kirchen Bern – Jura unterstützt worden. Mit der Weihnachtskollekte zum Jubiläumsjahr Bethlehem 2000 zum Beispiel wurde der Bau der Schule mitfinanziert.

 

Eine Kopie des Protestschreibens geht an Bundesrat Joseph Deiss.