wenn du dich erst mal an den raum gewöhnt hast wirst du anfangen dich darin einzurichten auch wenn du keinen anderen einrichtungsgegenstand als deinen körper hast vielleicht wartest du auf weitere körper die zu einrichtungsgegenständen werden könnten oder auf gegenstände die bereits einrichtungsgegenstände sind wobei du voller erwartung warten und dein bleiben von der erfüllung deiner erwartung abhängig machen kannst falls du es nicht vorziehst zu warten als wartest du gar nicht damit das erwartete zugleich den reiz des unerwarteten hat und dich doch nicht als etwas unangenehmes überrascht das zu erwarten du dich von vornherein geweigert hättest

 

 

 

 

 

 

wenn du dich erst einmal an einen solchen raum gewöhnt hast wirst du nichts mehr dabei finden dich darin einzurichten und da zu bleiben vielleicht wirst du auf etwas warten während du da bleibst wobei du voller erwartung aber auch ohne jede erwartung warten kannst sei es dass du auf eine person ein ding oder ein ereignis wartest du kannst auf etwas bestimmtes warten wartest tatsächlich aber auf etwas unbestimmtes du hoffst dass es etwas angenehmes ist was du erwartest und ahnst doch wie unangenehm etwas angenehmes werden kann wenn man sich darauf versteift dass es auf keinen fall unangenehm sein darf

 

 

 

 

 

 

Quellenangabe:

Franz Mon und Thomas Lenk, Aufenthaltsraum, Siebdrucke, Duisburg 1972