
Setze der Wüste
eine Grenze in dir selbst
und du wirst merken,
du kannst nicht selbst der Wüste gebieten.
Aber wenn Gott der Wüste gebietet,
wird grosse Stille über dich kommen.
Du siehst einen weiten Weg vor dir,
doch es ist kein trostloser Weg.
Gehe ihn nicht nur mit Tränen,
sondern auch mit Freuden,
und wisse,
dass der Herr selbst Brot und Wasser ist
und dass er immer
seinen Engel zu dir sendet. -
"Der Sand soll blühen!"
Das ist Gottes Verheissung
über allen Wüsten deines Lebens.
Und weisst du nicht,
dass keine Wüste ohne Oase ist?
Weisst du nicht,
dass auch im schwersten Leben
Oasen der Hoffnung verborgen sind?
Du lebst in der Wüste,
aber Gott kümmert sich um dich.
Gott lässt dich nicht in der Wüste umkommen,
auch wenn du sie dir selbst gemacht hättest.
Manchmal ist die Wüste das,
was dich austrocknet,
was alle deine Kräfte aussaugt.
Manchmal ist die Wüste das "gelobte Land",
wohin Gott dich führen will,
weil er in sie hinein den Strom des lebendigen Wassers gibt,
der Wüste in einen fruchtbaren Garten verwandelt.
Lass dich beschenken,
dann
wird Dürre und Trostlosigkeit zu einem Raum,
worin neues Leben wachsen und reifen kann.
Aus:
Hanna Hümmer: Das Licht scheint in der Finsternis,
Christusbruderschaft Selbitz.
Textbearbeitung: Max Gasser, Version 2
Die von Bettina Stephan bearbeitete Version
befindet sich hier.