Setze der Wüste
eine Grenze in dir selbst

und du wirst merken,
du kannst nicht selbst der Wüste gebieten.

Doch wenn Gott der Wüste gebietet,
wird grosse Ruhe über dich kommen.

Du siehst einen weiten Weg vor dir,
doch es ist kein trostloser Weg.

Gehe ihn mit Tränen,
und auch mit Freuden.

"Der Sand soll blühen!"
Es gibt die Verheissung
über allen Wüsten deines Lebens.

Und vielleicht ist es ja doch so,
dass keine Wüste ohne Oase ist.

Und vielleicht ist es ja doch so,
dass auch im schwersten Leben
Oasen der Hoffnung verborgen sind.

Du lebst in der Wüste,
Gott will dich dort nicht umkommen lassen.

Manchmal ist die Wüste das,
was dich austrocknet,
was alle deine Kräfte aussaugt.

Manchmal ist die Wüste das "gelobte Land",
wohin Gott dich führen will,
weil er in sie hinein den Strom des lebendigen Wassers gibt,
der Wüste in einen fruchtbaren Garten verwandelt.

Lass dich beschenken,
dann wird Dürre und Trostlosigkeit zu einem Raum,
worin neues Leben wachsen und reifen kann.


Aus:
Hanna Hümmer: Das Licht scheint in der Finsternis,
Christusbruderschaft Selbitz.
Textbearbeitung: Bettina Stephan, April 2002

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